Ist der neue Teufel Boomster die Referenz im Bereich Bluetooth Speaker?

Ist der neue Teufel Boomster die Referenz im Bereich Bluetooth Speaker?

Zum Teufel! Schon seit wir vor ein paar Jahren den ersten Teufel Boomster auf Herz und Nieren testen durften, sind wir große Fans des Konzepts. Ein paar Kleinigkeiten hatten wir aber dennoch an einem grundsätzlich tollen Produkt zu kritisieren. Zum Beispiel der etwas zu klein geratene Tragegriff, die anachronistisch anmutende Wurfantenne für den Radio-Empfang sowie die auf Dauer doch ein wenig nervige Sendersuche und -einstellung ganz ohne Display.

Was uns aber von Anfang an begeisterte, ist der starke, dynamische und sehr voluminöse Klang der mittelgroßen Box. Vor allem in Sachen Klangdarstellung, aber auch und gerade in Sachen Schalldruck (der Boomster ist einer der wenigen Geräte mit mehrstufig einstellbarem Downfire-Subwoofer) ist der Speaker in mittlerer Brotkasten-Größe ganz vorne mit dabei. Gut 3,3 Kilogramm bringt die Box auf die Waage – und misst in der Breite 37 Zentimeter.

Was soll ich sagen: Teufel hat nachgelegt. Und eine Neuauflage des Boomsters gebaut. Sie hört passenderweise ebenfalls auf den Namen Boomster, läuft aber im Webshop als „Neue Generation“. Das Rezept: Stark wie eh und je, aber in entscheidenden Details signifikant verbessert. Nehmen wir das Radio. Ich gebe zu, wir haben es in unseren Tests beim Vorgänger eher selten genutzt. Allein die Wurfantenne treibt Ästheten den Angstschweiß auf die Stirn. An ihre Stelle ist beim neuen Boomster eine stabile, mattschwarze Teleskop-Antenne gerückt. Und auch beim Empfang hat sich was getan: So kann das Boomster-Update dank zusätzlichem DAB+ Receiver neben analogem FM auch digitales Radio empfangen. Ein deutliches Plus in Sachen Komfort, Klangqualität und – je nach Standort – auch Senderauswahl. Dazu kommt, das auch der Suchlauf deutlich einfacher von der Hand geht. Und das liegt hauptsächlich am neuen, roten LED-Display, das die Teufel-Ingenieure findig hinter dem schwarzen Mesh-Gitter der Frontpartie versteckt haben. Und zwar so groß dimensioniert, dass es auch aus einiger Entfernung und bei mittelmäßigen Lichtverhältnissen noch gut abgelesen werden. Es zeigt im Radiobetrieb nicht nur RDS an, sondern gibt auch im Bluetooth- oder AUX-Modus eindeutige optische Rückmeldung darüber, was gerade eingestellt ist. Doch ist das Display mehr als nur schnöder Zustandsanzeiger. Es ist ein echtes Design-Element, das den Boomster ein bisschen an KITT erinnern lässt, also das legendäre Knight-Rider-Fahrzeug mit dem roten LED-Band in der Front-Partie. Und auch der Boomster hat das Zeug zur Legende!

Geblieben sind übrigens auch die flachen, in weiß hintergrundbeleuchteten Sensor-Tasten an der Oberseite des Geräts – sie haben uns bei unseren Tests in so mancher dunklen Nacht zielsicher die Lautstärke herunter- oder den Bass heraufregeln lassen. Apropos Bass: Die tiefen Frequenzen sind – dem 90mm großen Downfire-Subwoofer sei Dank – quasi die Paradedisziplin des Boomster. In der Neuauflage ist er nun noch feiner regelbar: Von Neutral geht es in „Einerstufen“ auf -6 bis +6 als mögliche Einstellungen. Zusammen mit den beiden 65mm Mitteltönern und den 20mm Tweetern für die hohen Frequenzen sorgen sie für einen verdammt guten Sound, der eindeutig davon profitiert, dass nicht alles über einen oder zwei, sondern über fünf Speaker verteilt wird. Das Ergebnis: Eine tolle Klang-Auflösung, viel Druck in allen Lautstärkebereichen und eine selten gehörte Lautstärkestabilität. Erst bei maximalem Bass und einem Level, bei dem gefühlt schon die Nachbarn drei Häuser weiter die 110 wählen, sind kleine Verzerrungen spürbar.

Eine wirkliche Verbesserung ist auch der neue Griff. Dieser mag auf den ersten Blick zwar allenfalls als marginale Weiterentwicklung durchgehen. Bei der Benutzung und beim Transport der schwarzen Box ist der Komfort allerdings deutlich gesteigert – denn nun ist endlich Platz auch für größere Hände. Wer statt Bluetooth – das Pairing ist binnen Sekunden geschafft und kann auch über NFC erfolgen – lieber eine kabelgebundene Quelle anschließen möchte, der kann das über einen Miniklinke-Anschluss tun. Ein USB-Anschluss stillt den Energie-Hunger von Peripherie-Geräten – und sollte dem Boomster mal selbst der Saft ausgehen, dann ist im Lieferumfang ein „erwachsenes“ 12-Volt-Netzgerät enthalten. Ist keine Steckdose in Reichweite, dann reichen acht Doppel-A Batterien, um die Party fortzusetzen. Sicher nicht die nachhaltigste Lösung, aber: Ich kann mir durchaus Situationen vorstellen, in denen ich mir wünschen würde, die Laufzeit mit Batterien verlängern zu können. Insgesamt 4.400 Milliampère-Stunden hat der verbaute Energiespeicher, was für gute zehn Stunden reicht. Die Batterien legen nochmal sechs Stunden drauf. Einzig: Einen Schraubendreher sollte man mit sich führen, sonst bleibt das Batteriefach verschlossen.

Unser Fazit

Alles am neuen Boomster ist wertig – und fühlt sich auch so an. Ganz gleich ob bei den verbauten Materialien, dem detailverliebten Design vom Mesh-Gitter bis hin zu den roten Gummi-Füßen und natürlich dem grandiosen Klang: Im Vergleich zum Vorgänger hat Teufel das Update in fast allen Bereichen verbessert. Dabei ist vor allem das rot glimmende LED-Display eine große Verbesserung der Bedienung – und gleichzeitig ein echter Hingucker. Freilich gibt es diese Leistung nicht für schmales Geld. Doch für einen Preis um 300 Euro darf man auch eine echte Sound-Sensation erwarten, die das Wohnzimmer genauso druckvoll und ausdauernd beschallt wie die Gartenparty. Eine eindeutige Empfehlung für alle, die sich 2018 als Vorsatz genommen haben, ihre Lieblingsmusik noch besser zu hören!

Weitere Infos gibt es auf der Teufel-Website!

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