Piet Blank & Jaspa Jones im wegotmusic.de Interview

Piet Blank & Jaspa Jones im wegotmusic.de Interview

Wenn es um Lounge- und Chillout Musik geht, sind die beiden DJs und Produzenten Piet Blank und Jaspa Jones schon seit einigen Jahren eine sichere Bank. Mit viel Sinn für entspannte Töne und einem guten Händchen für abwechslungsreiche Alben und Compilations schaffen sie es mit ihren Veröffentlichungen wieder und wieder Akzente zu setzen. Und bleiben ihrem eigenen Sound dennoch treu. Ein Spagat, der nicht vielen gelingt.
Dieser Tage sind sie mit der siebten Version ihrer „Milchbar“ Reihe erschienen (unseren ausführlichen Bericht dazu gibt es hier zu lesen). Wir sprachen mit ihnen über die ständige Suche nach neuer Musik und dem Nordseestrand als Ort der Entspannung.

FLieber Piet, lieber Jaspa, die Milchbar Reihe erscheint schon in ihrer siebten Version – was ist Euer Erfolgsgeheimnis?

BJWenn es etwas wie ein „Erfolgsgeheimnis“ gibt, dann sicherlich die Musik, gepaart mit einer wirklich einzigartigen Location. Norderney hat ein ganz wunderbares Flair. Die Menschen und die Gäste dort genießen die Natur, das Meer –  und unsere Musik passt einfach perfekt hierher. Die ganze Insel ist komplett „entspannt“.

FGibt es ein Motto für die diesjährige Compilation? Oder anders gefragt: Was hat Euch bei der Zusammenstellung der Songs, aber auch bei der Komposition Eurer eigenen Arrangements inspiriert?

BJWir verbringen regelmäßig auch privat Zeit auf Norderney. und somit ist es ein Mix aus den „Sunset Sessions“ die wir dort exklusiv in der Milchbar spielen, als auch das Gefühl als Urlauber die Insel genießen zu können. Und da wir auch den Rest des Jahres viel unterwegs sind, filtern wir permanent die komplette Musik, die unsere Wege kreuzt, und versuchen daraus einen homogenen, stimmigen Soundtrack für die schönsten Stunden, Tage oder Wochen des Jahres zu machen – für den Urlaub!

FWie kommt Ihr auf die Songs einer Compilation? Habt Ihr eine „Schatzkiste“ mit Songs, die Euch gefallen? Oder sammelt Ihr erst, wenn Ihr einen konkreten Ansatz für eine neue Compilation habt?

BJWir sammeln schon seit langer Zeit Musik sowohl analog als auch digital. Zum Beispiel haben wir sehr viele Schallplatten aus den 1970er, 1980er und 1990er Jahren, fast ebensoviele CDs mit Musik bis heute – und natürlich auch vieles komplett digital. Das Ganze verwalten wir in Playlisten, die wir ständig aktualisieren. Wenn wir also beispielsweise in San Francisco im Radio einen Song hören, der uns in diesem Moment bewegt, wird er gleich notiert und direkt in einer Playlist abgelegt. Und eine dieser Listen heißt „Milchbar“. Und da kommt alles rein, was uns irgendwie passend erscheint… Wenn es dann an das konkrete Erstellen einer neuen Milchbar CD geht, muss einfach der „Flow“ stimmen… Es muss sich anhören wie aus einem Guss. Deshalb probieren wir sehr viel herum und komponieren dann auch extra für diesen Zweck neue Songs. Viele bekannte Produzenten bitten wir aber ebenfalls, exklusiv einen Song oder Mix für unsere Compilation zu erstellen. Auf „Milchbar 7“ gibt es 14 von 18 Titeln erstmalig und exklusiv zu hören – und das sind wirklich weltweite Premieren! Das Ergebnis ist immer etwas Einzigartiges, das man nicht austauschen kann. Es ist quasi die hohe Kunst der Leichtigkeit. Außerdem haben wir den Anspruch, dass eine Milchbar CD wirklich zeitlos klingen muss. Wir freuen, uns, wenn man auch sieben Jahre später noch die „Milchbar 1“ einlegt und sofort sagt “genau das ist der Milchbar Sound“, ohne dass es irgendwie aus der Zeit gefallen klingt.

FZum Abschluss noch eine Frage zur Location selbst: Wie seid Ihr ausgerechnet auf die Milchbar auf Norderney gekommen? 

BJEs war in der Tat vor ziemlich genau acht Jahren, dass wir vom Milchbar-Team angesprochen wurden. Damals liefen unsere „Relax“-Alben dort ‚rauf und ‚runter. Sie luden uns auf die Insel ein und fragten, ob wir uns eine Milchbar Compilation mit ihnen vorstellen könnten. Und da sowohl die Location als auch das komplette Team uns sofort überzeugt haben, fingen wir gemeinsam an, ein Klangkonzept zu erarbeiten. Wir sind also auch für das komplette Sounddesign vor Ort zuständig, welches man Tag und Nacht in der Milchbar hören kann – auch, wenn wir mal nicht da sind. Natürlich reisen wir auch sehr gerne auf die Balearen und lassen uns auch dort inspirieren. Am Ende ist es aber gerade die wunderbare Vielfalt und der Facettenreichtum, die die Musik so magisch erscheinen lassen.

Lieber Piet, lieber Jaspa, herzlichen Dank für das Interview!

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