Legendärer Gig im Onkel Pö von Johnny „Guitar“ Watson

Legendärer Gig im Onkel Pö von Johnny „Guitar“ Watson

Ein Blick zurück auf das Onkel Pö in Hamburg-Eppendorf: ein Jazzclub, der in den 1970er- und 1980er-Jahren Legendenstatus erreichte. Mehr als 120 Konzerte hat der NDR dort mitgeschnitten. Soeben erscheint eine CD-Reihe mit Live-Mitschnitten „At Onkel Pö’s Carnegie Hall“ auf dem Label Jazzline. Die Konzerte von Chet Baker, Dizzy Gillespie und Johnny „Guitar“ Watson sind die ersten von mehreren Aufnahmen, die an die großen Zeiten des Clubs erinnern sollen, der 1985 geschlossen wurde.

Im Dezember 1976 gastierte Johnny „Guitar“ Watson der 1996 verstorbene amerikanische Soul-Blues-Funk-Star mit seiner Band in der Hansestadt. Und der aus Texas stammende Sänger und Gitarrist, der mit seinem Album „Ain’t That A Bitch“ gerade die perfekte Synthese aus Blues und Funk kreiert hatte, präsentierte sich an diesem Abend vor einem hörbar begeisterten Publikum und den Mikrofonen des Senders NDR. Eine kleine, aber enorm funky Bläser- und Rhythmus-Section, und ein großartiger und energiegeladener Entertainer, der mit Blues-Klassikern wie „Stormy Monday“ genau so überzeugt wie mit Funk-Hits aus eigener Feder à la „Gangsters Of Love“. Höhepunkt der CD ist aber der elfminütige Blues „Stormy Monday“ von T-Bone Walker, den die Band mit allerlei dramaturgischen Finessen zum Besten gibt.

Insgesamt ein grandioses Konzert, das Johnny „Guitar“ Watson und sein Sextett in Hochform zeigt. Unbedingt hörenswert!

Johnny „Guitar“ Watson: At Onkel Pö’s Carnegie Hall (Jazzline/Delta)

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