The Dark Side: Neues Album „Displeasure“ von Sarah Ferri

The Dark Side: Neues Album „Displeasure“ von Sarah Ferri

Sarah Ferri kann ein echter Charmebolzen sein. Mit dem Publikum flirten. Fremde Menschen mit positiver Musik einnehmen. Doch sie kann auch anders. Das beweist die Italo-Belgierin nun mit ihrem neuen Album „Displeasure“, was übersetzt so viel heißt wie Unmut, Verdruss oder Missmut.

Wie sich das anhört? Ein bisschen wehmütig, trotzig und melancholisch zugleich. Auf jeden Fall klingt es nicht der direkte Vorgänger „Ferritales“, auf dem Sarah Ferri locker-leichten Gypsy-Swing zum Besten gab.

Nun also die dunkle Seite. Auf dem Titeltrack zum Longplayer – und nicht nur da – klingt Ferri ein bisschen wie die coolere, große Schwester von Lana Del Rey. „God Gave Us A Rainbow“ hätte mit seinem bombastisch-fetten Ende und dem eingängigen Hauptmotiv glatt als szenischer James Bond-Soundtrack durchgehen können. Zu den weiteren Highlights zählen die wunderschönen Rockballaden „Your Gaze“ und „She’s On Fire“ sowie die energiegeladene Nummer „Living Water“.

Es ist das intelligente Zusammenspiel von Dur und Moll, Gut und Böse, Dunkelheit und Licht, das „Displeasure“ so spannend macht und bei mir sofort das Kopfkino anschaltet.

Das Album ist eine musikalische Perle, die ihre Schönheit vielleicht nicht beim schnellen Durchhören offenbart, sondern auf die man sich einlassen muss. Aber dann kommt man auch so schnell nicht mehr davon los!

Sarah Ferri: „Displeasure“, erschienen bei Jazzhaus Records

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