Let the music play: Der JBL E50 BT im wegotmusic.de Test

Let the music play: Der JBL E50 BT im wegotmusic.de Test

Kennt noch jemand die ersten Funkkopfhörer? Mit Rauschen, miesem Klang und nervig-friemeliger Frequenzeinstellung machten sie fast jeden musikalischen Genussmoment zielsicher zunichte. Das war vor ca. 20 Jahren. Und seitdem habe ich keinen Funkkopfhörer mehr angefasst. Doch die Entwicklung ist nicht stehen geblieben.

Zeit, einen guten Bluetooth-Kopfhörer der Mittelklasse zu testen – und gegen meine Vorurteile anspielen zu lassen. Gesagt, getan: Nun liegt er vor mir: Der neue E50 BT von JBL in schwarz. Schön sieht er aus und gut fühlt er sich an. Fast schon ein bisschen edel, verglichen mit den grellbunten Kopfhörern von Beats & Co. Gut, es gibt ihn auch noch in anderen Farben – aber ich konzentriere mich auf den Klang. Nach rund 120 Minuten ist der Kopfhörer über das mitgelieferte USB auf 2,5 Zoll Miniklinke-Kabel geladen – und ich drücke den Anschaltknopf, der gleichzeitig auch den Pairing-Modus aktiviert. Schnell auf dem Telefon nach dem E50 BT gesucht – und zack: Schon verbunden. Ich ziehe den Hörer auf. Und stelle fest: Ziemlich bequem! Klar, mit Brille drückt es ein ganz klein wenig und quietscht auch hin und wieder leise, aber dafür bieten Around Ear Kopfhörer andere Vorteile. Doch dazu später.

Die Außenverkleidung des linken Ohrhörers ist eine Fernbedienung, mit der man die Lautstärke regulieren und Play/Pause bzw. vor- oder zurückspulen kann. Leider sind die Symbole „nur“ aufgedruckt. Der Druckpunkt ist zwar klar und eindeutig, jedoch wäre es gut gewesen, die Funktionen der Fernbedienung auch haptisch „erfühlbar“ zu machen, denn im Betrieb kann man sie ja nicht sehen. Dennoch: Nach ein paar Minuten Eingewöhnungszeit lässt sich die Fernbedienung problemlos bedienen.

Und der Klang? Eins gleich vorweg: Freunde exzessiven Bassgewummers sollten den Kauf des JBL E50 BT vielleicht noch einmal überdenken. Denn der Bass ist zwar präsent, aber nicht übertrieben. Gleiches gilt für die mittleren und hohen Töne. Ganz gleich ob fulminante Gitarrensoli oder filigrane Töne vom Piano, alles bildet der Kopfhörer gut aufgelöst und unter dem Strich sehr ausgewogen ab. Nennenswerte akustische Schwächen sind im Alltagsbetrieb nicht feststellbar, die beiden Treiber mit je 50 Millimetern Durchmesser machen einen guten Job. Insgesamt bietet der E50 BT einen Frequenzbereich von 10 hz bis 24 KHz.

wgm_jbl_detail2Doch schreiten wir zur Tat. Bislang spielte sich mein Test noch in den eigenen vier Wänden ab. Ein kalter Wintermorgen. Fünf Grad unter Null. Die Haustüre fällt ins Schloss, die Stadt wacht gerade auf – und ich habe den JBL E50 BT über die Ohren gestreift. Erster Vorteil: Kalte Lauscher gibt es nicht. Zweiter Vorteil: Wenn ich zu Fuß durch die Stadt laufe, höre ich gern ein paar kleine Hintergrundgeräusche, um nicht gänzlich zu vergessen, dass ich gerade im Straßenverkehr unterwegs bin. Dritter Vorteil: Wer – wie ich – Ohren hat, in die viele In Ear Kopfhörer nicht so recht hineinpassen wollen, der freut sich über den bequemen und sicheren Sitz eines Around Ear Hörers. Ein Klick auf die „Fernbedienung“ und die Musik startet. Diesmal höre ich „Wuppertal“ von den Grandbrothers – und bin überrascht von den vielen akustischen Details des Songs und der messerscharfen Auflösung, die ich so vorher kaum wahrgenommen habe.

Der Hersteller verspricht rund 18 Stunden kabellosen Hörgenuss. Und diesen Wert erfüllt der E50 BT auch voll und ganz. Übrigens: Auch zu Nicht-Bluetooth-Geräten nimmt der Kopfhörer Kontakt auf, vorausgesetzt, es gibt einen 3,5 Zoll Miniklinke-Anschluss. Das dazu benötigte Kabel ist ebenfalls im Lieferumfang. Ein nettes wie praktisches Gimmick ist die Telefonfunktion, denn sollte der E50 BT mit einem Telefon gekoppelt sein und ein Anruf eingehen lässt sich dank eingebautem Mikrofon auch telefonieren. Zusätzlich kann der Kopfhörer die empfangene Musik auch simultan teilen, allerdings ist zur Nutzung der  eingebauten „ShareMe“ Technologie ein zweiter JBL Kopfhörer nötig.

Unser Fazit

Der E50 BT ist ein echter Allrounder mit feinem Design, guter Haptik und bequemem Sitz. Die UVP des Herstellers liegt bei 129 Euro – und das geht auch vollends in Ordnung. Bleibt abzuwarten, wie sich der Akku nach ein paar Ladezyklen entwickelt, denn das dürfte die Achillesferse des Geräts sein. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von JBL.

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