Schnurloser Gipfelstürmer: Der JBL Everest 100

Schnurloser Gipfelstürmer: Der JBL Everest 100

Neues Jahr, neue Gadgets! Einen In Ear-Kopfhörer mit Bluetooth hatten wir schon ein paar Monate nicht mehr in der Redaktion. Doch die Entwicklung ist nicht stehen geblieben, zusätzlich sorgen die Gerüchte um die vermeintlich wegfallende Kopfhörerbuchse beim Apple iPhone weiter für Verunsicherung bei den Kunden. Deshalb war es einfach wieder einmal an der Zeit für ein ultrakompaktes Modell ohne Schnur.

Das Konzept des Everest 100 von JBL wirkt stimmig: Sehr wenig Gewicht, gut haftende Earbuds und ein schlankes Kabel zur Verbindung der beiden Hörer. Im direkten Vergleich, beispielsweise zum Yurbuds Leap Wireless sind die Ohrhörer deutlich kleiner und entsprechend leichter. Das liegt vor allem daran, dass der Anschluss zum Laden der beiden kleinen Akkus in der Kabelfernbedienung – und nicht am Ohrstöpsel direkt – angebracht ist. Positiver Nebeneffekt: Das Gewicht außen am Ohr ist geringer, was den Hörer bei Bewegung weniger leicht aus der Hörmuschel herausrutschen lässt.

Unter dem Namen Everest hat JBL jüngst eine kleine Serie kabelloser Kopfhörer auf den Markt gebracht, die allesamt auf besonders gute Klang- und Materialeigenschaften setzen. Der Everest 100 markiert den Einstieg in die schöne neue „Schnurlos-Welt“

Doch was heißt „besonders gute Klangeigenschaften“ in der Praxis? In Sachen Sound weiß der Everest 100 voll zu überzeugen, vor allem, da er sich überraschend ausgewogen präsentiert. Ungewöhnlich für einen Hörer dieser Preisklasse, in denen normalerweise die tiefen Frequenzen den Sound dominieren. Dies ist beim Everest 100 allenfalls am Rande bemerkbar: Die leichte Tendenz hin zu den tieferen Frequenzen trifft jedenfalls ziemlich genau meinen Geschmack.

Die Earbuds haben kleine Flügelchen am oberen Ende, was für einen bequemen Sitz und guten Halt im Ohr sorgt, ohne – auch nach längerem Tragen – zu drücken. Die Technik nutzen auch andere Hersteller wie Bose oder Sennheiser, bevorzugt bei Sportkopfhörern.

Zwar ist der JBL Everest 100 nicht fürs Workout konstruiert, aber sein leichtes Gewicht und die bis dahin gute Haftung im Ohr müssten ihn auch auch beim Laufen halten. Deshalb schreite ich zum Äußersten. Und schnüre meine Jogging-Schuhe. Es ist nass-kalt. Und meine Motivation lässt zu wünschen übrig. Aber: Ohne Test kein Ergebnis. Also los. Die ersten Meter sind ja meist die Schlimmsten. Aber nicht mit dem Everest 100. Denn die Bässe pumpen sehr angenehm, die Snaredrum klatscht ordentlich. Und die Hihats zischen genau so, wie ich es erwartet hatte. 45 Minuten und 8 Kilometer später: Perfekter Halt. Noch immer. Kein einziges Nachjustieren!

Die Fernbedienung gibt keine Rätsel auf, die Zuordnung funktioniert eindeutig. Leider ist sie mit ihrer rauen Gummierung ein kleiner Staubfänger. Aber dieses Schicksal teilen die meisten Kabelfernbedienungen. Dass man via dort eingebautem Mikrofon auch telefonieren kann, versteht sich heute eigentlich von selbst. Und auch in Punkto sonstiger Ausstattung braucht sich der Everest 100 nicht verstecken: Drei unterschiedlich große Earbuds mit den bereits erwähnten Flügelchen sorgen dafür, dass auch Menschen mit besonders großen oder besonders kleinen Ohren ungetrübten Musikgenuss erfahren können – und auch das „Twist“ USB-Ladekabel, das in zwei Richtungen in den USB-Port passt, macht Eindruck. Keine Frage, da hat sich jemand Gedanken gemacht. Leider nicht bei der Tasche, denn ein solch kleines Gadget einfach so in die Hosen- oder Jackentasche gleiten zu lassen halte ich für keine gute Idee. Liebe Entwickler: Die paar Cent für ein kleines Täschchen hätten drin sein müssen.

Unser Fazit

Der erste Test des neuen Jahres ist gleich ein sehr erfreulicher: Denn den Everest 100 muss man in der 100-Euro-Preisklasse als echtes Schnäppchen empfehlen. Geeignet für alle, die in Bus und Bahn gute Musik hören – aber auf Musik auch beim Sporteln nicht verzichten wollen. Auf Dauer sollte man aber dennoch in einen zweiten, echten Sportkopfhörer investieren, allein schon aus hygienischen Gründen!

Weitere Informationen auf der Webseite des Herstellers!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.