Chris Gall Trio: Frischer Jazz und coole Standards

Chris Gall Trio: Frischer Jazz und coole Standards

Mit „Piano Solo“ hat Chris Gall vor ein paar Jahren unsere Aufmerksamkeit erregt. So zurückgenommen, in sich gekehrt und harmonisch das damalige Album auch klang – so sehr begeistert uns der Pianist nun auf seinem neuen Longplayer „Cosmic Playground“. Und diesmal nicht allein, sondern mit dem Chris Gall Trio, zu dem neben ihm noch Bassist Henning Sieverts und sein Bruder Peter Gall am Schlagzeug gehören.

Der Sound elektrisiert, inspiriert und zeugt von hoher Spielfreude. Während der klassische Trio-Jazz klar die Basis vieler der Songs ausmacht, so verlassen die drei Musiker die ausgetretenen Pfade sehr gezielt. Mal bluesig und technisch sehr anspruchsvoll wie bei der sehr gelungenen Interpretation des Traditionals „Sea Lion Woman“, mal entspannt und zurückgenommen wie beim Beatles-Klassiker „Across The Universe“, das auch als Jazz-Cover hervorragend funktioniert. Es macht Spaß, den neun Tracks zuzuhören – denn „Cosmic Playground“ ist eines der wenigen Alben, das auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird. Dafür ist der Sound schlicht und ergreifend viel zu varianten- und facettenreich. Den krönenden Abschluss markiert die 7/4-Nummer „Seven Beat Strut“ mit eingängigem Hauptthema, die einmal mehr das Können von Chris Gall und seiner Mitstreiter unterstreicht.

 

Chris Gall Trio: „Cosmic Playground“, erschienen bei GLM Records.

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