Haz’art Trio: Musik zwischen Okzident und Orient

Haz’art Trio: Musik zwischen Okzident und Orient

Wenn Oud, Kontrabass und Schlagzeug aufeinander treffen – und auch noch ein wenig Talent und Liebe zur Jazzmusik mit im Spiel ist – dann dürfte dabei so etwas herauskommen wie beim Album „Infinite Chase“ des Haz’art Trios.

Getreu dem Titel präsentieren sich die Songs rastlos, dynamisch und rhythmusbetont. Gewürzt mit feinen Improvisationen, einem drückenden Bass und komplexen Rhythmen bis hin zum Breakbeat beim gleichnamigen Titeltrack schaffen es Fadhel Boubaker (Oud), Jonathan Sell (Kontrabass) und Dominik Fürstenberger (Drums), ihre Zuhörer binnen Sekunden mit ihrem Sound zu fesseln.

Kein Wunder, dass sie bereits zahlreiche Konzerte in Europa, aber auch in der arabischen Welt gegeben haben, die hier wie dort gleichermaßen gefeiert wurden. Dass „Infinite Chase“ das Debüt-Album der drei Weltbürger ist, merkt man ihnen nicht an: Trotz des zuweilen hohen Tempos arbeiten die Künstler musikalisch zusammen wie ein Uhrwerk.

Vielleicht liefern sie genau damit den besten Beweis dafür, dass die vielzitierten und von so manchem für ach so unüberbrückbar gehaltenen Unterschiede zwischen Islam und Christentum oder zwischen Ost und West in der Musik miteinander verschmelzen und etwas Großartiges dabei entstehen kann. Bitte mehr davon!

Haz’art Trio „Infinite Chase“ erschienen bei The Muse Alliance

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