Csaba Toth Bagi mixt Balkan Folk mit Jazz und Rock

Csaba Toth Bagi mixt Balkan Folk mit Jazz und Rock

Viele glauben allen Ernstes Ungarn können nur „Zigeunermusik“ in der Táncház (im Tanz-Haus) oder traurig klingende Folklore fürs eigene Seelenheil machen. Doch weit gefehlt. Den Beweis liefert der Gitarrist und Sänger Csaba Toth Bagi, bekannt für seine kraftvolle Stimme und sein technisch brillantes Gitarrenspiel. Was macht der gute Mann: er lässt auf seinem aktuellen Album „Balkan Union“ traditionelle Musik aus Mazedonien und Serbien und Gypsy–Rhythmen aus seiner Heimat Ungarn in einzigartiger Weise miteinander verschmelzen.

Daraus entsteht letztendlich eine Balkan-Fusion, eine tanzbare Melange aus groovigem Jazz und Blues mit einem sehr arabisch-slawisch geprägten Mix mit Anklängen an Klezmer. Wichtige Musiker der Musikszene des Balkans formen die Band, dazu weitere Gäste aus Marokko (Rhani Krija, Perkussion), aus China (Tina Guo, Cello) sowie der italienische Akkordeonist Fausto Beccalossi und der kubanische Ausnahme-Pianist Gonzalo Rubalcaba.

Schnelle Melodieläufe dominieren den Sound, geprägt von slawischen Elementen und einer Fülle von Jazz-Rock-Passagen. Bisweilen durchbrochen durch sanfte, ruhigere Stücke, wie etwa das beschauliche „Elment A Két-Lány“. Das jazzigste Stück ist gewiss „Zvira Voda“ und das mit akustischer Gitarre vorgetragene „Drama Köprösü“ bietet Entspannung pur.

Bagis Duett mit der im Nahen Osten geborenen Sängerin Christiane Karam ist einer der Höhepunkte dieser hörenswerten Produktion. Das Album gefällt vor allem durch das ideenreiche Zusammenspiel aller Beteiligten und die ganz besondere Stimmung, die es vermittelt.

Csaba Toth Bagi: „Balkan Union“ erschienen auf dem Label Enja

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