Rebeca Lane: Rapperin, Dichterin und Aktivistin

Rebeca Lane: Rapperin, Dichterin und Aktivistin

Die 32jährige Rebeca Lane ist, das kann man getrost behaupten, ein Multitalent. Die Rapperin ist eine der wichtigsten Musikerinnen Guatemalas – gleichzeitig aber auch Aktivistin, Dichterin und Denkerin in einem frauenfeindlichen und von Gewalt geprägten Land. Mit Workshops und anderen Angeboten hilft sie Frauen, ihre Situation zu verbessern und setzt sich für ihre Rechte ein. Bekannt wurde sie mit „Cumbia de la Memoria“, einem Song, der die Verbrechen des Bürgerkriegs und den Völkermord der Militärs an der indigenen Ethnie der Maya-Ixil anprangert. „Dieses Stück hat viel mit meiner persönlichen Geschichte zu tun, denn meine Tante wurde von den Militärs verschleppt; sie ist nie wieder aufgetaucht“, sagt Rebeca Lane zu diesem Song.

Lane ist auch Teil der Hip-Hop Posse „Ùltima Dosis“. Zuletzt war Rebeca Lane mit der von ihr mitgegründeten „Somos Guerreras“-Vereinigung („Wir sind Kriegerinnen“) auf Tour, einer Gruppe von mittelamerikanischen Rapperinnen.

Alma Mestiza, die „Seele der Mestizen„. So nennt Rebeca Lane ihr aktuelles Album. Als Mestizen werden die Nachkommen der europäischen und indigenen Bevölkerung Südamerikas bezeichnet. In Guatemala, dem Heimatland der Künstlerin, machen Mestizen einen Großteil der Bevölkerung aus. Somit geht es in ihren Texten um die Seele eines Landes. Ein Land mit einer Atem beraubenden Landschaft, jeder Menge Sonne und vielen Problemen. Darin unterscheidet sich Guatemala nicht vom Rest Mittelamerikas. Zu den besten Songs auf dem Silberling zählen neben Emanzipationshymnen wie „Este cuerpo es mío“ („Dieser Körper gehört mir“), „Libre, Atrevida y Loca“ und der Reggae-Ballade „Desapericidxs“, eine Ode an die „Verschwundenen“ – die Stücke „Silencio“ und „Volar“.

Rebeca Lane: „Alma Mestiza“ ist auf dem Flowfish Label erschienen, Vertrieb Broken Silence/Nuzzcom

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