Guter Klang für kleines Geld: BackBeat 500

Guter Klang für kleines Geld: BackBeat 500

Ja, es gibt sie tatsächlich: kabellose Kopfhörer unter 100 Euro, die auch noch richtig gut klingen. Damit könnte ich diesen Testbericht eigentlich schon fast beenden – möchte aber dennoch auf ein paar Details zum neuen BackBeat 500 von Plantronics eingehen.

Zunächst mal zu den groben Parametern: Der BackBeat 500 ist ein durchaus erwachsener On-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth 4.1 Standard. Zwei 40 mm Treiber sorgen für einen angenehmen, sehr voll und reichhaltig klingenden Sound ohne nennenswerte Schwächen. Besonders die satten, aber nicht übertrieben starken Bässe gefallen mir außerordentlich gut, wobei diese Klang-Charakteristik keinesfalls zulasten des übrigen Frequenzbandes geht. Keine Frage: In seiner Preisklasse kann der kleine Hörer Maßstäbe setzen.

Richtig klasse ist auch der Akku. Für diesen könnte der gute, alte Werbespruch des VW Käfer taugen – denn: Er läuft und läuft und läuft! 18 Stunden gibt der Hersteller dafür an, wir liefen in unserem ersten Test bei etwas über 16 Stunden aus, jedoch haben wir ihn auch häufig mit unterschiedlichen Telefonen und Computern verbunden und gleichzeitig viele Einstellungen am Gerät vorgenommen. Außerdem: Viele Lithium-Ionen-Akkus entfalten ihr volles Potenzial erst nach mehrmaligen Ladezyklen. Dennoch ist das Leichtgewicht innerhalb von eineinhalb Stunden wieder auf 100% Ladestand. Das mitgelieferte USB-Ladekabel lässt sich an jede Powerbar andocken, sollte der „Einsatz“ doch mal länger gehen, dann kann auch von unterwegs flexibel nachgeladen werden.

Die passive Schallisolierung ist – bauartbedingt – bei On-Ear-Kopfhörern immer ein Thema. Beim BackBeat 500 wurde es jedoch durch zwei Hörmuscheln aus Memory-Schaum recht gut gelöst. Denn diese passen sich der äußeren Ohren-Form an und verschließen die Ohren besser als so manches Wettbewerbsprodukt. Gleichzeitig fällt auf, dass der Druck auf die Ohren (vor allem ein Punkt für Brillenträger – und Sonnenbrillenträger!) recht ausgewogen ist. Auch hier sind viele andere Geräte strammer eingestellt, was insbesondere bei längerer Hördauer stören und sogar schmerzen kann.

Kommen wir zur Bedienung. Die funktioniert über die Seitenteile der Ohrhörer. Vor- und zurück sowie die Pausen-Funktion ist links zu finden. Laut und leise ebenfalls. Angeschaltet wird am rechten Hörer, hier befindet sich auch der Schalter, um Siri & Co zu aktivieren. Bei einem kurzen Druck auf ebendiesen Schalter sagt der BackBeat 500 auch seinen Ladestand auf Englisch. Nach ein paar Mal drücken hat man die richtige Bedienung intuitiv herausgefunden, einzig die Rückspul-Taste arbeitete im Testbetrieb an einem iPhone 7 nicht ganz einwandfrei.

Neben einem Miniklinkekabel (damit kann der BackBeat 500 auch analoge Quellen wiedergeben) ist noch ein kleiner grauer Beutel im Lieferumfang enthalten. Sehr gut, um den Hörer beim Transport oder bei Nichtbenutzung Schutz zu geben. Für bessere Transport- und Aufbewahrungsmöglichkeiten lassen sich die Ohrhörer übrigens um 90 Grad nach innen klappen. So ist der BackBeat 500 schön flach und passt z. B. auch in die Laptop-Tasche. Die Materialien sind allesamt sehr wertig, über farbig passende, ausziehbare Metallschienen lässt sich der Hörer auf die verschiedensten Kopfgrößen einstellen.

Unser Fazit

So viel Klang, gepaart mit schönem Design und technischer Ausstattung war selten. Deshalb kann ich den BackBeat 500 uneingeschränkt empfehlen – wenn ein On-Ear-Kopfhörer das Mittel der Wahl sein soll. Und weil gerade die Optik für viele Kopfhörer-Kunden so wichtig ist, gibt es drei Farbvarianten zur Auswahl: Grau-grün, wie unser Testexemplar, hellgrau-weiß und dunkelgrau.

Weitere Infos zum BackBeat 500 gibt es unter www.plantronics.com

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