James Blunt – Frischer Sound mit mehr Synthies

James Blunt – Frischer Sound mit mehr Synthies

Vor allem Frauen schmachten seit seinem Song „You’re Beautiful“, der 2005 ein weltweiter Nummer-1-Hit wurde, nach James Blunt. Und das ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich ist der coole Typ, der auch dank seiner hohen Stimme immerhin 20 Millionen Alben verkauft hat, ein Frauenschwarm. Der 43-jährige Brite hat mittlerweile Frau und Kind. Die wilden Zeiten auf Ibiza scheinen für ihn vorbei. Geboren 1978 im britischen Tidworth als Sohn eines Berufssoldaten folgte er der Militärtradition seiner Familie und führte als Aufklärungsoffizier eine britische Panzereinheit im Kosovo-Krieg an. Das ist eine Weile her. Inzwischen ist er ein absoluter Popstar, allerdings einer ohne Allüren. Gerade ist sein neues Album mit dem Titel „The Afterlove“ erschienen. Drei Jahre mussten seine Fans warten, jetzt ist er also zurück. Nahezu 100 Songs hat Blunt im Vorfeld für sein aktuelles Werk geschrieben, wie er kürzlich in einem Interview erzählte – und fast alle hat er verworfen, bis auf zehn. Und die sind ein Mixtur aus gewohnten Klängen und neuen Ideen. War es früher die Gitarre, die neben seiner Stimme im Mittelpunkt stand, so sind es diesmal für ihn ungewohnte elektronische Pop-Klänge, die das nunmehr fünfte Album prägen. „The Afterlove“ steht für einen neuen, frischeren Sound, der weniger Gitarren und mehr Synthies zulässt. Keine Frage, musikalisch hat er sich weiter entwickelt.

Und mit Ed Sheeran und Ryan Tedder hat er sich die momentan gefragtesten Songschreiber geholt. Kritisch anzumerken bleibt allerdings, dass einige Songs ähnlich klingen und dass er bisweilen auch stimmlich an seine Grenzen gerät. Dennoch: dies fällt weniger ins Gewicht. Denn die meisten Titel können sich hören lassen, vor allem die akustischen Momente wie auf „Make Me Better“ – eine wunderschöne Ballade, in der James Blunt die Liebe zu seiner Frau besingt – oder „Heartbeat“ seien hier erwähnt. „Don’t Give Me Those Eyes“ etwa klingt, wie man den Singer/Songwriter kennt: Ruhige Pianopassagen zu Beginn, gefolgt von mächtig-hymnischen Klängen. Oder „Someone Singing Along“ mit dem hinlänglich bekannten Gitarrensound. Fest steht auch: Seine Stimme macht jeden Song unverwechselbar.

Ab Oktober wird Blunt 18 Monate lang auf Tour gehen. 17 Konzerte wird der 43-Jährige allein in Deutschland geben. Am 22.10. spielt er in Frankfurt am Main und am 26.10. in Mannheim.

James Blunt: „The Afterlove“ erschienen bei Warner Music

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