Richard Galliano blickt auf 30 Jahre „New Musette“ zurück

Richard Galliano blickt auf 30 Jahre „New Musette“ zurück

Seit Jahrzehnten zaubert Richard Galliano aus dem Akkordeon Töne, die keiner für möglich hält. Er flirtet mit Tango, Salsa, Chanson, Klassik – und machte Furore mit einer Synthese aus Jazzelementen und dem traditionellen Walzer der Pariser Vorstädte: 1985 kam mit „Spleen“ sein erstes „New Musette“-Album heraus. Richard Galliano – ein Name, viele Assoziationen: Akkordeon, Künstler, Komponist, Virtuose. 1950 wurde er in Cannes geboren und gilt international als „Entdecker des Akkordeon im Jazz“.

Der seit dem vierten Lebensjahr mit dem Instrument Aufgewachsene gewann 12-jährig erste nationale Preise und etablierte sich in den 1980ern als gefragter Akkordeonist. Als junger Musiker hat Galliano noch Sängerinnen und Sänger wie Juliette Greco, Yves Montand und Claude Nougaro begleitet, bis er nach und nach seine Liebe zum Jazz entdeckte.

Sein Mentor und späterer Freund, der argentinische Komponist und Bandoneon-Spieler Astor Piazzolla, hat Galliano dabei ermutigt, die Musiktradition Frankreichs, allen voran die Musette, in seine Jazzsprache zu integrieren und damit etwas Eigenständiges zu schaffen. Und das hat bestens funktioniert.

Bis heute kehrt Galliano immer wieder gerne zu diesen Ansätzen zurück. Seit 30 Jahren gibt es nun schon sein Musette-Quartett. Wenn er auf der Bühne steht, wirbeln seine Finger mit akrobatischer Leichtigkeit über die Tastatur, lassen das Instrument in Melancholie weinen oder vor Freude jubilieren. Mit dem Album „New Jazz Musette“ feiert Richard Galliano 2017 standesgemäß sein dreißigjähriges Jubiläum als Plattenkünstler mit 18 seiner Lieblingsstücken. Sein aktuelles Doppelalbum erinnert daran, und auch diesmal stehen ihm Topleute zur Seite wie der Gitarrist Sylvain Luc, Bassist Philippe Aerts und Schlagzeuger André Ceccarelli.

Richard Galliano: „New Jazz Musette“ erschienen auf dem Label ponderosamusic&art

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