Depardieu „singt“ Chansons der legendären Barbara

Depardieu „singt“ Chansons der legendären Barbara

Gérard Depardieu hat nach mehr als dreißig Jahren wieder ein Album eingesungen. „Depardieu chante Barbara“ heißt es. Zum 20. Todestag der französischen Chanson-Legende Barbara bringt der Schauspieler ein Album mit den bekanntesten Liedern der Sängerin heraus. Gérard Depardieu singt? Ja, und das nicht erst seit gestern. Der 67-jährige französische Schauspieler nahm bereits 1980 ein Album mit dem Titel „Comédien comédien“ auf. 1986 spielte Depardieu außerdem im Musical „Lily­Passion“ mit – an der Seite der Sängerin Monique Andrée Serf alias Barbara. Wobei, und das wird auf dem aktuellen Werk überdeutlich: Depardieu ist kein Sänger, er kann definitiv nicht singen. Aber er ist ein großartiger Interpret der Chansons von Barbara. Depardieu verehrte die „Dame en noir“, wie man sie wegen ihrer stets dunklen Kleidung nannte. Das sagte er oft, und das hört man auch in seinen Interpretationen.

Gemeinsam mit dem Pianisten Gérard Daguerre, der Barbara 17 Jahre lang musikalisch begleitete, verschaffen beide den fast vergessenen Liedern und ihrer Schöpferin noch einmal Aktualität und Ruhm. Depardieu ist dabei expressiv und dramatisch. Und wenn es das Lied erfordert haucht und flüstert er. Dann wird er poetisch, lässt Liebe, Enttäuschung, Schmerz und Tod in die Chansons einfließen und zwar mit großer Intensität und Hingabe. 14 ihrer bekanntesten Lieder füllen das Album darunter „L’Aigle noir“, „Une petite cantate“, „Drouot“, „Le soleil noir“ und natürlich „Göttingen“, die Hymne der deutsch-französischen Versöhnung.

Übrigens: Im bekannten Pariser Theater Bouffes du Nord begeisterte der Schauspieler kürzlich begleitet von Pianist Gérard Daguerre, das Publikum mit seinem Barbara gewidmeten Programm. Alle neun Konzerte waren ausverkauft. Und auch die Presse überschlug sich vor Begeisterung. „Überragend“, „bewegend“, „einmalig“, urteilten die Kritiker.

„Depardieu chante Barbara“ ist bei Warner Music erschienen.

 

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