Martha Wainwright bietet zwölf spannende Songs

Martha Wainwright bietet zwölf spannende Songs

Die kanadische Singer/Songwritern Martha Wainwright (Schwester von Rufus Wainwright und Tochter von Loudon Wainwright III) hat mit „Goodnight City“ ein fabelhaftes Album vorgelegt. Produziert wurde der Longplayer von Thomas Bartlett (Surfjan Stevens, Glen Hansard) und dem Bassisten und Ehemann Brad Albetta. Entstanden sind die zwölf wundervollen Songs in Montreal, Kanada. Als eklektisch könnte man sie bezeichnen, soll heißen, ein wohldosierter Stilmix, eine ausgewogene Mischung. Spannend wird die Sache durch die ungewohnt elektronischen Klänge. Doch musikalischer Wagemut war schon immer ihr Ding, sie war und ist nie nur Singer/Songwriterin.

Obendrein lässt sie alle Facetten ihrer so wandlungsfähigen Stimme erklingen. Auf „Goodnight City“ präsentiert Martha Wainwright ihren ganzen musikalischen Kosmos mit erdverbundenen Singer/Songwriter-Arrangements und mit Elektropop und Rock. Und so steht das Album auf vielen musikalischen Füßen. Besonders brilliant präsentiert sie sich in den weniger komplexen Piano-Stücken. Da zeigt sie, was sie stimmlich zu leisten in der Lage ist.

Das beschwörende „Look Into My Eyes“ entstand zusammen mit Wainwrights Tante Anna McGarrigle – die mit Wainwrights Mutter Kate bis zu deren Tod 2010 als prägendes Folk-Duo auftrat – und Cousine Lily Lanken. Übrigens wurde das gesamte Album live eingespielt, nur wenige Overdubs wurden hinterher vorgenommen.

Anspieltipps: „Look Into My Eyes“, „Piano Music“, „So Down“ und „Francis“.

Martha Wainwright: „Goodnight City“ (PIAS/Cooperative/Rough Trade)

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