Georg Boeßner: Piano, Piano! Aber nicht nur.

Georg Boeßner: Piano, Piano! Aber nicht nur.

In Mainz gibt es den Dom, den Rhein, das Johannes-Gutenberg-Denkmal – und eine kleine, aber feine Jazz-Szene. Einer, der schon länger fester Bestandteil ist: Der 1972 in Aalen geborene Pianist Georg Boeßner. Sein Album „Mosaic Music Pictures“ ist nicht wirklich neu – es datiert von 2010. Dennoch lohnt sich auch heute noch ein Blick zurück auf den Longplayer. Volle 26 Songs zählt das Werk, das sich am besten mit einem einzigen Wort beschreiben lässt: Abwechslungsreich.

Doch Boeßner stand nicht allein im Studio. So sind mit Saxofonist Steffen Weber, Axel Schlosser (Trompete) oder Sängerin Liza da Costa (bekannt als Sängerin der Band Hotel Bossa Nova) – um nur einige zu nennen – viele ebenso talentierte Musiker auf dem Longplayer versammelt. Die musikalische Bandbreite könnte kaum größer sein: Von der klassischen Jazz-Ballade wie „The Journey“ über das swingende, bläserbetonte „The Connection“ oder den schmachtenden 3/4-Takt „Waltzin‘ Heartbeat“ bis hin zum bluesigen „Scruffy To The Top-Level Conference“ reicht das Spektrum.

So vielfältig wie die Songs und Interludes auf „Mosaic Music Pictures“ sind auch die musikalischen Einflüsse des Pianisten: Neben Duke Ellington und Thelonious Monk oder Sun Ra zählen auch Musiker wie Burt Bacharach oder Hermeto Pascoal und John Hicks zu Boeßners Vorbildern. Doch was bringt einen Musiker dazu, ein solch ungewöhnliches Albumprojekt zu realisieren? Nun, Georg Boeßner ging es vor allem darum, die vielen, über lange Jahre gesammelten Ideen und Stücke auf einem Album zu vereinen und zu einer musikalischen Reise zusammen zu fassen. Und das ist ihm und seinen Mitstreitern definitiv gelungen.

Georg Boeßner: „Mosaic Music Pictures“ erschienen bei Klangraum Records.

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