On the move: Plantronics präsentiert neuen Sportkopfhörer

On the move: Plantronics präsentiert neuen Sportkopfhörer

+++ Nachtrag 03. September 2016 +++ Zur IFA 2016 hat Plantronics die Back Beat Fit Serie um neue Farben erweitert. Neben den bisherigen Farben ist der Sporthörer auch in dunkelgrau oder in schwarz-hellgrün erhältlich. Darüber hinaus sollen die neuen Geräte über eine Schnellladefunktion und eine IP57-Klassifizierung (Schutz gegen eindringenden Staub und kurzzeitiges Eintauchen in Wasser) verfügen.

Es ist mal wieder einer dieser fiesen, verregneten und kalten Morgen: Die ganze Nacht Sturzbäche vom Himmel, in den Bergen oberhalb der Stadt liegt Schnee, die Temperatur liegt nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt. Doch ich habe mir vorgenommen, heute laufen zu gehen – und dabei ein neues Produkt aus dem Hause Plantronics in der Praxis zu testen: Den Back Beat Fit – ein Sportkopfhörer mit Bluetooth und sehr gelungenem Design. Ein starker Espresso, ein halbes Glas Wasser und eine Banane später suche ich meine Sachen zusammen, wähle meine Lauf-Playlist und greife nach dem Hörer.

Doch auf den ersten Blick wirkt das Konzept gar nicht so neu: Die Earbuds werden mit flexiblen Häkchen im Ohr „festgeklemmt“ und zusätzlich über Bügel hinter dem Ohr fixiert. Ein festes, dennoch biegsames Gummiband verbindet beide Ohrstöpsel hinter dem Kopf. Beim ersten Aufsetzen werde ich stutzig: Denn fest sitzen die Earbuds nicht gerade im Ohr. Und: Man hört sehr viele Umgebungsgeräusche – ist das gewollt? Ja! Denn die totale Abschirmung von der Außenwelt ist genau das, was Plantronics mit dem Back Beat Fit verhindern will. Der Klang ist trotzdem präsent und laut genug, zwar nicht so leichtfüßig wie der eines Hifi-In Ear Hörers, aber dieser Vergleich hinkt ganz eindeutig, Sportkopfhörer haben einen anderen Fokus. Und ich predige seit Jahren, dass es keinen Sinn ergibt, mit einem einzigen Kopfhörer alles machen zu wollen.

Nachdem ich den Back Beat Fit aufgesetzt und mit meinem Telefon gekoppelt habe – beides ging auch ohne Anleitung in weniger als zwei Minuten über die Bühne – kann es endlich los gehen.

Das Aha-Erlebnis kommt, als die Tür ins Schloss fällt. Deutlich höre ich den Schlüssel, gleichzeitig aber auch Mo’Blow, die mit ihren Funk-Krachern meine Motivation ankurbeln. Das kannte ich bislang nicht: Guter Sound bei gleichzeitig subtiler Einstreuung der Umgebungsgeräusche. Doch das ist nicht das einzige Sicherheitsfeature: Denn das Band hinter dem Kopf, welches die beiden Ohrhörer verbindet, ist mit einem reflektierenden Material beschichtet. Besonders penibel bin ich bei Sitz und Halt von Sportkopfhörern. Einmal vorausgesetzt, dass heute kein Hersteller mehr richtig schlecht klingende Produkte abliefert, ist der Halt im Ohr eine der wichtigsten Eigenschaften für Musikgenuss beim Training. Wenig ist nerviger, als sich alle zwei Minuten die Earbuds erneut in den Gehörgang drücken zu müssen, weil sie durch das Auf und Ab beim Laufen permanent herauszurutschen drohen.

Nach 15 Kilometern durch den Matsch kann ich sagen: Das Produktkonzept des Plantronics Back Beat Fit hat mich überzeugt.

Dank einem Gewicht von nur 24 Gramm ist der Sitz sehr bequem. Dass keine Kabel den Bewegungsablauf stören, versteht sich von selbst. Aber dieser Kopfhörer hier ist so leicht, dass man fast vergisst, gerade einen zu tragen. Nur das Einstellen der Lautstärke hätte man ein wenig eleganter lösen können, denn es gibt nur eine Taste, die aus dem (hintergrundbeleuchteten!) Ring um den „Play-Pause“-Button besteht und am oberen Rand eine kleine Ausbuchtung hat, wo auch der Druckpunkt liegt. Bei mir wurde es meist entweder zu schnell zu laut oder ich habe die Wiedergabe gleich ganz unterbrochen. Mein Tipp: Lieder am gekoppelten Telefon einstellen – funktioniert exakter. Ansonsten kann man natürlich auch während des Laufens telefonieren, vorspulen oder Siri aktivieren. Im Übrigen ist der Back Beat Fit kompatibel zu iOS und Android-Geräten – und hat eine recht angenehme Sprachsteuerung, die kurz nach dem Einschalten auch noch den Ladezustand des Akkus kundtut. Bis zu acht Stunden – wir kamen in unserem Test auf eine gute Stunde weniger – soll das Gerät laut Hersteller durchhalten.

Unser Fazit

Chapeau, Plantronics! Beim Back Beat Fit hat das Entwicklungsteam ganze Arbeit geleistet. Das Konzept ist absolut stimmig und durchdacht: Klangqualität, Materialwahl und Design überzeugen. Und: Es ist der erste Sportkopfhörer, den ich ausdrücklich für das Workout unter freiem Himmel – und sogar für den Einsatz im Straßenverkehr – empfehlen kann. Denn das Gadget ist der beste Kompromiss zwischen nötiger Umgebungslautstärke und maximalem Musikgenuss – und bleibt obendrein auch bei ausdauerndem Einsatz sicher im Ohr sitzen. Für reine Fitness-„Studio-Gangster“ ist der Plantronics Back Beat Fit dagegen eher weniger geeignet. Denn ich persönlich höre dort meine Musik, um mich den teils schwachsinnigen Konversationen anderer Mitglieder oder der anfeuernden Schreie des Trainers aus dem benachbarten Kursraum zu entziehen. Und das können andere Geräte besser. Mit seinem Preis – im Netz schwankt er je nach Anbieter um 90 Euro – ist der Back Beat Fit sein Geld absolut wert. Vor allem, wenn man die praktische Armtasche, die passend zur Gerätefarbe grün, blau oder rot im Lieferumfang enthalten ist, mit in die Preisfindung einkalkuliert. Weitere Informationen zum Gerät gibt es auf der Webseite des Herstellers.

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