Matt Andersen: Sein souliger Bariton ist hinreißend

Matt Andersen: Sein souliger Bariton ist hinreißend

Er hat schon mit Stars wie Bo Diddley, Buddy Guy, Greg Allman, Little Feat oder Jonny Lang die Bühne geteilt. Auf Youtube gab es für ihn rund fünf Millionen Klicks und dennoch ist er zumindest hier in Europa nicht allzu bekannt. Das könnte sich ändern mit seinem aktuellen Album „Honest Man“. Schon nach wenigen Songs ist man tief beeindruckt von der wahnsinnig guten Stimme des stämmigen Kanadiers Matt Andersen.

Sein souliger Bariton ist hinreißend, angesiedelt irgendwo zwischen Joe Cocker und Marc Cohn. Aber diese Charakterisierung reicht bei weitem nicht aus um diesem Bär von einem Mann gerecht zu werden. Seine Stimme ist pure Größe, sein Album zeigt sein Talent als Sänger und Songwriter. Die Single „Let’s Get Back“ startet mit einem schönen Brass-Solo und gibt dem Country-Stück eine überraschende Klangfarbe. Die herzerweichende Ballade „I’m Giving In“ ist eines von mehreren Highlights der CD. „Last Surrender“ ist R&B alter Schule, Otis Redding lässt grüßen. In den zehn Songs geht es aber nicht nur um persönliche Befindlichkeiten, sondern auch um die Aufdeckung politischer Missstände.

Wer ausgiebige Gitarrensoli sucht, der wird auf „Honest Man“ nicht fündig. Dafür haben Saxofon und Co. reichlich Gelegenheit, sich zu präsentieren. Wobei zu sagen wäre: Stets steht der Song als Ganzes im Fokus. Commissioner Gordon’s Produktion – er arbeitete schon für Amy Winehouse oder Josh Stone – ist zeitgemäß. Und seine „looped beats“ passen einfach super zu diesen Songs und der gewaltigen Stimme von Matt Andersen. Outstanding!

Matt Andersen: „Honest Man“ ist erschienen auf True North Records im Vertrieb von AL!VE Music.

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