Chris Isaak singt ehrliche Ohrwürmer

Chris Isaak singt ehrliche Ohrwürmer

Chris Isaak wird 1956 im kalifornischen Stockton geboren und beginnt seine musikalische Karriere Ende der 1970er Jahre. Nach Abschluss seines Kunst- und Anglistikstudiums zieht es ihn 1980 nach San Francisco. Mit dem Ex-Produzenten der Hippieband „Lovin‘ Spoonful“ bringt er 1985 sein erstes Album heraus. „Silvertone“ verkauft sich nicht sonderlich gut, doch der Nachfolger „Chris Isaak“ (1987) bringt erste Erfolge. Der ganz große Durchbruch kommt schließlich mit der Ballade „Wicked Game“ auf seinem dritten Album. Seine Aktivitäten als Schauspieler führen zu Auftritten in „Schweigen der Lämmer“ und der Kinoversion von „Twin Peaks“.

Kürzlich meldete er sich mit einem neuen Album zurück. Auf „First Comes the Night“ geht es – wie könnte es auch anders sein – um Liebe und Einsamkeit. Mit Songs wie „Kiss Me Like A Stranger“, „Please Don’t Call“ und „Down In Flames“ bleibt Isaak seinem klassischen Stil treu. Er ist bis dato die ehrliche Rock-’n’-Roller-Haut geblieben und seine Songs sind zeitlos schön. Da reiht sich ein „Earcatcher“ („Ohrwurm“) an den anderen. Und beim Hören kommen rasch Erinnerungen an Leute wie Elvis, Jerry Lee Lewis, Johnny Cash und vor allem Roy Orbison auf. Nach sechs langen Jahren wurde es auch Zeit endlich wieder neue Songs aus der Feder dieses unterhaltsamen Songwriters zu hören. Zwölf neue Songs, dazu fünf Bonus-Tracks, enthält das 13. Album des ewigen Antistars. Chris Isaak macht makellose, ehrliche Musik, die keinen Firlefanz duldet. Das macht ihn so sympathisch.

Er ist ein Rocker, der nie richtig rockt und dennoch auf jeder CD überzeugt. Er weiß immer noch genau, wie man schmachtend hingebungsvolle, aber nie banale Balladen macht. Davon kann man sich gleich zu Beginn, am wunderschönen, ausbalancierten Titelstück überzeugen. Dem kalifornischen Crooner ist ein richtig gutes Album gelungen.

Chris Isaak: „First Comes The Night“ ist auf dem Label Rhino (Warner Music) erschienen.

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