Famoses Album der Norwegerin Solveig Slettahjell

Famoses Album der Norwegerin Solveig Slettahjell

„Trail of Souls“ heißt das neue Album der Norwegerin Solveig Slettahjell. Im Grunde genommen verlinkt es die amerikanische Gospel- und Spiritual-Tradition mit norwegischer Klangästhetik. Und das gelingt famos. Denn Solveig Slettahjell (sprich: Sulwej Schlettajell) hat sich für dieses Werk ausgezeichnete Begleiter mit ins Boot geholt. Zum Beispiel die Band „In The Country“, ein Trio um ihren musikalischen Vertrauten, den Pianisten und Soundtüftler Morten Qvenild, der seit Jahren schon fester Bestandteil in den Slow Motion Ensembles der Sängerin ist. Und dann ist da noch der erdige, von vielen Einflüssen geprägte Bluesgitarrist Knut Reiersrud. Beste Bedingungen also für eine prächtige CD, die Blues getränkte Songs mit bittersüßer Melancholie kongenial verbindet.

Bis auf „Holy Joe“ aus der Feder von Knut Reiersrud sind die übrigen zehn Song Fremdkompositionen, darunter Klassiker wie „Grandma’s Hands“ von Bill Withers, Peter Gabriels „Mercy Street“, Leonard Cohens „Come Healing“ und das Traditional „Sometimes I Feel Like A Motherless Child“ sowie diverse andere Stücke von James Anderson, James Cleveland und Willie Johnson. Sämtliche Songs werden quasi mit angezogener Handbremse gespielt, bisweilen zerlegt um ihnen im nächsten Moment ein neues Klangkleid zu verpassen. Fantasie und Kreativität aller Beteilgten verleihen dem Ganzen eine atemberaubende Spannung.

Besonders dank Morten Qvenilds Tastenarbeit zwischen verinnerlichtem Solopiano und mal perkussiver, mal flächiger Elektronik entstehen Klänge von großer Intensität und besonderem Reiz. Überdies ist das Album erstklassig produziert. Es wurde in den berühmten Osloer Rainbow Studios aufgenommen.

Solveig Slettahjell: „Trail Of Souls“ ist auf dem ACT-Label erschienen.

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