Eva Cassidy – Gänsehautmomente auf posthumem Album

Eva Cassidy – Gänsehautmomente auf posthumem Album

Eva Cassidy wurde nur 33 Jahre alt: Am 2. November 1996 starb die Folk/Jazz-Sängerin mit der klaren und einfühlsamen Stimme an Krebs. Zu Lebzeiten war sie alles andere als ein Star, sondern einfach nur eine Musikerin mit ganzem Herzen und mit einem außergewöhnlichen stimmlichen Talent gesegnet.

Mit großer Leichtigkeit bewegte sich Cassidy zwischen Folk, Soul, Gospel und Jazz – im Mittelpunkt immer ihre klare, ausdruckstarke, ja unsterbliche Stimme. Viel zu spät erst erlangte Eva Cassidy im Jahr 2001 über Nacht weltweiten Ruhm: fünf Jahre nach ihrem Tod. Es war ihre herzzerreißende Interpretation von „Somewhere Over The Rainbow“, welche in einer BBC-Sendung allen den Atem raubte.

Eva Cassidy hinterließ der Nachwelt einige der großartigsten Songs mit Coverversionen berühmter Hits aus Folk, Soul, Blues, Jazz, Rock und Pop. Den Erfolg der meisten ihrer Songs erlebte sie selbst nicht mehr, da viele erst nach ihrem frühen Tod veröffentlicht wurden. Ihr Album „Songbird“ beispielsweise erschien erst 2001 und zählt mit über einer Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Alben des Jahres in Großbritannien.

Jetzt erscheint mit „Nightbird“ ein neues posthumes Album der großen Sängerin mit der warmen und berührenden Stimme. Es handelt sich um den Mitschnitt eines Konzertes, das sie kurz vor ihrem Tod in ihrer Heimatstadt Washington D.C. gegeben hat. Einige der Songs waren schon zuvor veröffentlicht worden, jetzt sind erstmals alle 31 Stücke auf einer Doppel-CD komplett dokumentiert. An diesem denkwürdigen 3. Januar 1996 gab sie mit ihrer fantastischen Band – Chris Biondo am Bass, Pianist Lenny Williams, Leadgitarrist Keith Grimes und Schlagzeuger Raice McLeod – ein Konzert im „Blues Alley Jazz Club“, das viele Gänsehautmomente bereithält. Cassidy coverte etliche Standards und machte daraus auf atemberaubende Weise neu und frisch klingende Songperlen. Besonders ergreifend ihre Version von „Over the Rainbow“ oder „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers, Stings „Fields Of Gold“, bzw. Simon and Garfunkels „Bridge Over Troubled Water“ sowie Dusty Springfields „Son Of A Preacher Man“ oder „The Letter“ von den Box Stops. Das alles in besonders guter Klangqualität, gemastert und umfassend restauriert. Zusätzlich gibt es mit der Bonus-DVD einen filmischen Mitschnitt des Abends, auf dem noch einmal insgesamt zwölf Songs der Sängerin live und in Farbe zu sehen sind. Für mich zählt die Doppel-CD von Eva Cassidy zu den Alben des ausklingenden Jahres 2015.

Eva Cassidy: „Nightbird – Live At The Blues Alley“, 2 CDs und eine DVD sind auf dem Label Blix Street Recordings (Vertrieb Wilde Schneider) erschienen.

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