„Woman Child“: Jeder Song eine beeindruckende Geschichte

„Woman Child“: Jeder Song eine beeindruckende Geschichte

In Deutschland ist sie noch unbekannt, aber das wird sich schnell ändern. Die junge Sängerin Cécile McLorin Salvant hat soviel Potenzial, soviel Power, soviel Stimme, dass sie Erfolg haben muss. In jedem Song auf ihrer CD „Woman Child“ erzählt die amerikanische Stimmkünstlerin eine beeindruckende Geschichte.

Wer sich einen ersten Eindruck von Salvants Können verschaffen will, findet auf ihrer Web-Seite ein Video auf dem sie „Poor Butterfly“ singt, ja dramatisch erzählt in ganz bewegender Weise.

Die 24-jährige gewann die renommierte „Thelonious Monk Jazz Competition“, in deren Jury so bekannte Leute wie Dee Dee Bridgewater, Dianne Reeves und Al Jarreau vertreten waren. Außerdem erhielt die Künstlerin den international bedeutenden „62nd Annual Critics Poll 2014 Award“ in gleich 4 Kategorien: Jazz Album Of The Year, Best Female Vocalist, Rising Star Jazz Artist und Rising Star Female Vocalist.

Wenn das keine Empfehlungen sind! In ihrer Stimme spiegeln sich eine tiefe Zerbrechlichkeit gepaart mit einer ausgesprochenen Sensibilität und Wehmut wider, die einen in ihrer Ausdruckskraft an Billie Holiday denken lassen, obwohl sie ein ganz anderes Timbre hat, das besonders in den tiefen Lagen eher an Sarah Vaughan erinnert. In den unterschiedlich instrumentierten Stücken bietet sie ein äußerst stimmungsvolles, beseeltes, ansprechendes Repertoire, das von Balladen bis hin zu groovigen Nummern reicht. Es sind einige ausgesuchte Juwelen aus dem Great American Songbook dabei, die weniger bekannt sind. Bestens begleitet wird Salvant dabei von einer handverlesenen Truppe, mit Aaron Diehl am Piano, Rodney Whitaker am Bass, James Chirillo an der Gitarre und am Banjo und Herlin Riley am Schlagzeug.

Der Vater von Cécile McLorin Salvant stammt aus Haiti, sie wurde in Miami geboren. Ihre Mutter ist gebürtige Französin. Als Teenager – nach Beendigung der Highschool – zog sie nach Aix-en-Provence, um Politikwissenschaft und Jura zu studieren; daneben hatte sie eine klassische Gesangsausbildung am Conservatoire Darius Milhaud, bevor sie Jazzgesang bei Jean-François Bonnel studierte. Zu ihren Vorbildern zählt sie Abbey Lincoln, Sarah Vaughan, Betty Carter, Bessie Smith, Billie Holiday und Ethel Waters.

Die ersten Weichen für einen großen Erfolg sind mit der CD „Woman Child“ jedenfalls gestellt. In Deutschland wird die Sängerin demnächst in München (27. Mai) und Hamburg (30. Mai) zu hören sein. Unsere Anspieltipps: „Baby Have Pity On Me“, „John Henry“ sowie der Titel-Song „Woman Child“.

Cécile McLorin Salvant: „Woman Child“ ist bei Mack Avenue (in-akustik) erschienen.

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