Fredda lässt das poetische Chanson hochleben

Fredda lässt das poetische Chanson hochleben

Wer sagt, Chanson-Pop aus Frankreich sei ein alter Hut? Mitnichten ist das der Fall.

Den besten Beweis, dass das Chanson lebt, ist Fredda, die eigentlich Frédérique Dastrevigne heißt. Auf ihrem nunmehr vierten Longplayer mit dem poetischen Titel „Le Chant des Murmures“ („Der Gesang der Murmeln“) gelingt ihr zusammen mit einer fein swingenden Band mit Gitarre, Banjo, Kontrabass und Perkussion ein wunderschönes Album mit traumhaften Melodien und ausgefeilten Arrangements. Ja, die Poesie zieht sich wie ein roter Faden durch die insgesamt zwölf Songs. Und wer hätte anderes erwartet als Lieder über die Liebe. Sie stehen ganz klar im Fokus. Fredda ist eine genaue Beobachterin und schreibt fast alle Lieder selbst. Von großer Freude bis zu leidvoller Melancholie reichen die Gefühlsmomente auf dieser CD. Fredda singt mit einem unvergleichlichen Timbre, immer auf der Suche nach intimer Nähe. Neben Chanson-Einflüssen schöpft sie auch aus anderen Quellen.

Ja, ich habe eine Schwäche für amerikanische Musik. Auf diesem Album habe ich mich wieder davon inspirieren lassen. Ich liebe die Blues-, Folksänger mit ihren typischen Geschichten über das Leben, über die Einsamkeit und ihre momentanen Emotionen. Der improvisatorische Part ist wichtig: einfache Melodien, einfache Akkorde in Folk-Manier und Balladen.

Fredda

Obwohl sie viele Einflüsse aus anderen Ecken der Welt in ihre Musik geholt hat, darunter mexikanische Rhythmen oder einen Reggae-Beat, ist „Le Chant des Murmures“ ein durch und durch französisches Album.

Die grazile Chanteuse mit dem Kolibri-Tattoo auf dem rechten Oberarm kam 1969 in den Vogesen zur Welt. Ihre Kindheit verbrachte sie in Marseille. Neben den Eigenkompositionen sind zwei Cover auf dem Album zu finden: ein Song den Francoise Hardy interpretiert hat und „When I was a young Girl“, ein altes Volkslied, das schon Wanda Jackson, Nina Simone oder auch Odetta gesungen haben. Fredda hat daraus „Quand j’etais une jeune fille“, eine minimalistische Gitarrenballade gemacht. Weitere Anspieltipps: „Habitué à moi“ und „Chant du retour“.

Freddas Album „Le Chant des Murmures“ ist bei Le Pop Musik erschienen.

Tournee-Daten von Fredda05.03.2015 Hannover Pavillon, 07.03.2015 Bremen Schwankhalle, 08.03.2015 Braunschweig Roter Saal, 09.03.2015 Berlin Privatclub, 10.03.2015 Hamburg Nochtspeicher, 11.03.2015 Magdeburg Moritzhof, 13.03.2015 Köln Stadtgarten, 14.03.2015 Frankfurt Nachtleben.

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