Kontrastreiches Album von Christoph Möckel

Kontrastreiches Album von Christoph Möckel

In der Kölner Jazzszene gehört er einfach dazu und ist längst eine feste Größe. Seit Jahren schon ist der Saxofonist Christoph Möckel, Jahrgang 1986, in der Domstadt aktiv. Er spielt in Bands wie dem Offshore Quintett oder der Gruppe von Oliver Lutz oder Lucas Leidinger bzw. zusammen mit dem Pianisten Sebastian Sternal oder dem Bassisten Benjamin Garzia. Ein umtriebiger junger Musiker, der inzwischen auch seine eigene Band hat. Mit seinem Quartett hat Möckel kürzlich die erste CD veröffentlicht. „Dreamlike“ heißt das Album und es kann sich hören lassen. Fünf der acht Stücke darauf stammen aus Möckels eigener Feder, dazu gesellt sich eine Komposition von Brahms, eine von Wayne Shorter („Atlantis“) und eine von Trompeter Menzel Mutzke. Zu Werke gegangen wird mit großer Emphasis und Interpretationslust. Kammermusikalische Parts wechseln sich ab mit freien Improvisationen. Es entsteht eine Musik, die Gefühle und Stimmungen weckt und einlädt, in die unterschiedlichsten Klangwelten einzutauchen.

Lyrische und melodische Gedankenspiele gehen ineinander über. Möckel bläst wunderschöne Linien, hält sich oft vornehm zurück, um zusätzlich Spannung aufzubauen.

Doch zur rechten Zeit ist er da, entwickelt Power, um dann wieder leise Geschichten auf dem Sopran- und Tenorsax zu erzählen.

Generell zu loben ist Möckels dichtes Zusammenspiel mit Pianist Simon Seidl, Bassist Matthias Nowak und Schlagzeuger Fabian Arends. Warm und rund ist sein Ton auf dem Tenor-, lyrisch und farbenprächtig sein Spiel auf dem Sopransaxofon.

Insgesamt ein starkes, kontrastreiches Album, eine ausgereifte Produktion, ein Debüt nach Maß.

Christoph Möckel: „Dreamlike“ ist erschienen auf dem Kölner Label Klaengrecords.

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