Intensität, Tiefgang und Liebe zum Detail
Intensität, Tiefgang und Liebe zum Detail
Bei Mark Turner sitzt jede Note. Er ist einer der wegweisendsten Jazzsaxofonisten der Gegenwart. Dass er schon lange zu den ganz Großen gehört, verdankt er nicht zuletzt seiner Intensität und seinem intellektuellen Tiefgang – aber auch seiner Liebe zum Detail. Neben der Musik hat der Saxofonist übrigens ein absolutes Faible für Science-Fiction-Literatur. So ist etwa der Titel des Turner-Albums „Return from the Stars“ vom gleichnamigen Roman des polnischen Autors Stanisław Lem inspiriert. Sein aktuelles Werk heißt nicht von ungefähr „Patternmaster“. Und es ist, wie zu erwarten, vorzüglich gelungen.
Es steht für kompromisslose Improvisation ebenso wie kühle Kontrolle. Und genau das sind die antreibenden Motoren einer Gruppe, die ihr gemeinsames musikalisches Verständnis über Jahre hinweg auf Tour und im Studio weiterentwickelt hat.
Turner und Trompeter Jason Palmer entfalten Themen mit weitreichenden harmonischen Implikationen, getragen von Joe Martin am Kontrabass und Jonathan Pinson am Schlagzeug – Musikern, die sich mit den Bläsern auf melodischer, harmonischer und rhythmischer Ebene mit großer Intensität verzahnen. Den sechs Originalkompositionen Turners wohnt eine zeitlose Qualität inne. Sie atmen durchaus den Geist des klassischen Bebop und zugleich weisen sie in die Zukunft. „Patternmaster“ wurde 2024 in Südfrankreich aufgenommen und von ECM-Chef Manfred Eicher produziert.
Mark Turner: „Patternmaster“ ist auf dem ECM-Label erschienen.
