Molly Tuttle: So Long Little Miss Sunshine

Molly Tuttle: So Long Little Miss Sunshine

Sie stammt aus einer hochmusikalischen Familie, ihr Vater Jack, ist ein Bluegrass-Multi-Instrumentalist und sie lernte mit acht Jahren das Gitarrespielen und steht seit ihrem 11. Lebensjahr auf der Bühne. Geboren wurde Molly Tuttle 1993 in Santa Clara, Kalifornien. Diese frühen Erfahrungen legten den Grundstein für ihre lebenslange Leidenschaft für Musik und Schallplatten. 

Zwei Grammy-prämierte Alben in zwei Jahren, eine Nominierung als „Best New Artist“ gehen auf ihr Konto – und jetzt? Jetzt schlägt Molly Tuttle ein neues Kapitel auf. „So Long Little Miss Sunshine“ heißt ihr aktuelles Album. Produziert von Jay Joyce (Orville Peck, Miranda Lambert, Lainey Wilson) und aufgenommen in Nashville, präsentiert sich die Sängerin, Songwriterin und virtuose Gitarristin auf ihrem fünften Longplayer klanglich von einer ganz neuen Seite.

Zwölf Songs sind darauf zu hören, elf davon stammen aus ihrer Feder, dazu gibt es eine überraschende Coverversion von Icona Pops und Charli XCXs Hit „I Love It“. Molly Tuttle hat im Laufe ihrer Karriere den Bluegrass nicht nur gefeiert, sondern auch neu definiert. Als erste Frau überhaupt wurde sie 2017 mit dem International Bluegrass Music Award als „Guitar Player of the Year“ ausgezeichnet – da war sie gerade 24 Jahre alt. 

Auf „So Long Little Miss Sunshine“ geht Tuttle nun noch ein Stück weiter. Eine stilistische Mischung aus Pop, Country, Rock und Flatpicking gibt es zu hören und mittendrin sogar eine waschechte Mörderballade. Ihre Gitarrenarbeit steht klar im Fokus. Aufgenommen wurde das Werk mit Jay Bellerose und Fred Eltringham an Drums und Percussion, Byron House am Bass und Produzent Jay Joyce an verschiedenen Instrumenten. Ketch Secor (Old Crow Medicine Show) bringt Banjo, Fiddle, Mundharmonika und Harmoniestimmen ein – außerdem ist er Tuttles Lebenspartner und Co-Autor zahlreicher Songs. Auch das Artwork stammt von Tuttle selbst. Darauf zu sehen sind mehrere Versionen von ihr – jede mit einer anderen Perücke. Nur auf einem Foto trägt sie keine. Seit ihrem dritten Lebensjahr lebt die Musikerin mit Alopecia areata verbunden mit starkem Haarausfall, einer Autoimmunerkrankung, durch die ihr die Haare ausfallen.

Fazit: Das Ganze ist ein Ausflug in die Country- und Bluegrass-Musik der gehobenen Klasse und zweifellos ein großer Wurf. Bravo!

Molly Tuttle: „So Long Little Miss Sunshine“ ist auf dem Label Nonesuch (Warner) erschienen.

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