Blues-Gipfel der anderen Art mit Devon Allman

Blues-Gipfel der anderen Art mit Devon Allman

Der Blues stand schon immer im Mittelpunkt des Allman-Vermächtnisses und war ein grundlegender Einfluss in Devon Allmans Karriere. Kürzlich präsentierte er ein brandneues, mit Stars gespicktes Album. Die zehn neuen Songs sind ein weiterer Beweis, dass der Blues ein zutiefst persönliches und universelles Genre ist und bleibt.

Es scheint fast unvermeidlich, dass Devon Allman Zeit seines Lebens im Schatten seines berühmten Vaters, des 2017 verstorbenen Gregg Allman, stehen wird. Doch sein aktuelles Album „The Blues Summit“ zeigt eindrucksvoll, wie er musikalisch ganz eigene Wege geht. Seit den 1990er Jahren prägt er die Szene mit diversen Bands und hat bereits deutliche Spuren hinterlassen. Nun also sein brandaktuelles Werk, das ein Gemeinschaftsprojekt geworden ist. Und was für eins! Obwohl er die Produktion selbst übernahm, lässt er zahlreiche namhafte Musiker in bestem Licht erscheinen.

Einer ist der Ausnahmegitarrist Christone ‚Kingfish‘ Ingram. In der beeindruckenden Eröffnungsnummer „Runners In The Night“ setzt er mit seiner Lead-Gitarre bereits ein Ausrufezeichen. Hervorzuheben sind auch die legendären Memphis Horns und die New-Orleans-Soul-Sängerin Sierra Green. Letztere übernimmt in „Real Love“ die Lead Vocals und macht diese klassische Soul-Nummer zu einem heißen Ritt.

Gospelartige Töne finden sich dann im Song „Peace To The World“. Anschließend geht es mit der Willie-Dixon-Komposition „Wang Dang Doodle“ zurück zum Blues. In „Hands And Knees“ übernimmt Larry McCray das Kommando. Beeindruckend ist die Coverversion des Jimi Hendrix‘ Klassikers „Little Wing“, in der Devon Allman seine ganz eigene Interpretation performt. Zum Abschluss steht noch ein faszinierendes Instrumentalstück auf dem Programm, bei dem David Gomez am Saxofon brilliert, während Devon kunstvolle  Gitarrenriffs beisteuert. Tolles Blues-Album!

Devon Allman: The Blues Summit“ ist bei Ruf Records erschienen.

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