Satter Sound to go: Das iTeufel Move In-Ear-Headset im Test

Satter Sound to go: Das iTeufel Move In-Ear-Headset im Test

Der Urlaub ist vorüber. Ich sitze im Flieger gen Heimat und schaue aus dem Fenster. Kleine Schäfchenwolken tapezieren den strahlend blauen Himmel. Ein Blick ins Bordmagazin verheißt Gutes: Auf Kanal 6 läuft die „Till Brönner Air Show“. Deutschlands bekanntester Jazztrompeter begleitet die Heimreisenden mit Klassikern, Leckerbissen und Neuentdeckungen aus seinem persönlichen Plattenschrank. Ich greife in meine Tasche, ziehe das kleine schwarze Etui, in dem sich das neue iTeufel Move In-Ear-Headset befindet, heraus. Reißverschluss auf, Stecker in die Armlehne, Ohrstöpsel in die Ohren, Abschalten. Binnen Sekunden verschwinden alle Umgebungsgeräusche. Nur mehr ein sanftes Vibrieren lässt erahnen, dass sich das Flugzeug in der Luft befindet. Volle Konzentration auf die Musik – und auf Till Brönners kurzweilige Moderation. So geht der Urlaub sehr entspannt zu Ende. Zum bereits länger erhältlichen Teufel Move für Android und Windows-Phones gesellt sich jetzt also der iTeufel Move – ein In-Ear-Headset entwickelt für iOS-Geräte wie iPhone, iPod oder iPad. Und der Kopfhörer fällt auf. Das Design des iTeufel Move ist modern, Rot die dominierende Farbe – beim Kabel und dem bekannten Teufel-„T“, das prominent auf beiden Lautsprechergehäusen prangt. Hinzu kommen edle Silbertöne und zeitloses Schwarz an Stecker, Stöpseln, Hörmuscheln und Fernbedienung.

Ganze zwei Urlaubswochen konnte ich dieses mit einem iPhone 5 und einem iPhone 6 einem intensiven Praxistest unterziehen. Meine Erfahrungen fasse ich nachfolgend zusammen – aufgeteilt in die für mich entscheidenden Vor- und Nachteile des iTeufel Move:

Es überrascht tatsächlich, wie gut ein kleiner In-Ear-Kopfhörer klingen kann, wenn Profis sich um den Sound kümmern. „Sauber, detailliert mit knackigem, tiefem Bass“, preist Teufel seinen iTeufel Move an – und verspricht damit nicht zu viel. Die Klangperformance ist absolut hervorragend – ob am Hotelpool oder am Strand, in Flugzeug, Bus oder Straßenbahn. Die unterschiedlichen Hörmuscheln für unterschiedlich große Ohren stellen eine sehr hohe Passgenauigkeit sicher – und machen den iTeufel Move damit ganz im Gegensatz zu Apples Standardkopfhörer wirklich bequem. Bei vielen In-Ears staut sich beim Einsetzen kurzzeitig die Luft, was ein unangenehmes Druckgefühl auf dem Trommelfell zur Folge hat. Der iTeufel Move setzt dem ein kleines Loch in jedem Gehäuse entgegen, das überschüssige Luft abweichen lässt. Für das Tragegefühl ein eindeutiges Plus.

Laute Kinder im Pool? Wild diskutierende Einheimische in der Straßenbahn? Störender Lärm am Flughafen? Vergessen Sie’s! Umgebungsgeräusche blendet der iTeufel Move nämlich nahezu komplett aus.

Auch lästiges Kabelrascheln wird durch eine elastische Gummiaufhängung, die nebenbei noch dafür sorgt, dass es kaum möglich ist, das Kabel aus Versehen zu knicken, verhindert. Die Freisprech-Einrichtung ist durch die Haptik der Fernbedienungstasten intuitiver zu bedienen, als das bei Apples Standardkopfhörer der Fall ist. „Design follows function“, lautet hier Teufels Devise.

So sinnvoll, nützlich und wichtig die neue Fernbedienung samt Freisprecheinrichtung ganz unbestreitbar ist, fiel sie im Praxistest auch negativ auf – und zwar immer dann, wenn man ein Oberteil mit Kragen anhatte. Die (vermutlich wegen des Mikrofons der  Freisprech-Einrichtung recht weit oben angesiedelte Fernbedienung verfängt sich nämlich nur allzu gerne in hochragendem Stoff. Das führt dazu, dass schon eine einfache Kopfbewegung ausreicht, um den rechten Ohrstöpsel – zum Teil auch durchaus unsanft – aus dem Ohr zu ziehen. Für die Entwicklung der nächsten Evolutionsstufe empfiehlt es sich daher, beim Testen neben T-Shirt und / oder Pulli vielleicht auch mal ein Polo-Shirt, eine Bluse oder ein Hemd zu tragen – denn ein Kopfhörer, der im Ohr nachjustiert werden muss, nervt auf Dauer dann doch. Die Ear-Tip-Tube ist eine tolle Idee – zumal sie Transportbox für die Hörmuscheln und Reinigungssetting für selbige in einem sein will. Allerdings lösen sich die Verschlusskappen auf beiden Seiten dermaßen leicht von selbst, dass das Hörmuschelaufbewahrungsgestänge in steter Regelmäßigkeit alleine in der Tasche, im Rucksack oder im Handschuhfach herumpurzelt. Die darauf geparkten Hörmuscheln nehmen dann jeden Krümel auf, dem sie begegnen. Als Transportbox ist die Ear-Tip-Tube in der aktuellen Ausführung daher leider ungeeignet.

Und sonst? Nichts! Wirklich gar nichts. Der iTeufel Move überzeugt auf ganzer Linie – die genannten minimalen Abstriche in Kauf genommen – und macht das Headset-Hören zu einem wahren Genuss. Der Kopfhörer ist der ideale Begleiter für jeden Urlaub – und sicher auch darüber hinaus.

Mehr zum iTeufel Move In-Ear-Headset gibt es online unter www.teufel.de. Dort kann man es auch für 89,99 Euro erstehen. Getestet werden darf der iTeufel Move übrigens bis zu acht (!) Wochen und Teufel gewährt eine Garantie von bis zu zwölf Jahren. Wer Qualität produziert, muss eben auch das Urteil der kritischsten Nutzer nicht fürchten.

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